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22.09.20
Rasantes Wachstum für das Unternehmen Miltenyi in Teterow.

Miltenyi legte in letzter Zeit Wachstumsraten vor, die selbst chinesische Wirtschaftsfunktionäre in ihrer besten Blütezeit beeindruckt hätten.

Miltenyi legte in letzter Zeit Wachstumsraten vor, die selbst chinesische Wirtschaftsfunktionäre in ihrer besten Blütezeit beeindruckt hätten. In seinem Kerngeschäft, spezielle Verfahren der Zelltherapie, ist das Unternehmen nach eigenen Angaben mit einem Anteil von 70 Prozent Weltmarktführer. Jährlich steigt der Umsatz zweistellig, 2019 um zwölf Prozent. Neue Standorte werden eröffnet, bereits bestehende vergrößert. Davon profitiert auch Teterow, der nach Bergisch-Gladbach zweitgrößten Produktionsstätte des 1989 gegründeten Unternehmens.

Erst vor ein paar Tagen feierten Angestellte und das Management um Firmengründer Stefan Miltenyi Richtfest für einen neues, 6000 Quadratmeter großes, High-Tech-Lager in Teterow. Zwei Turbinen im fußballfeldgroßen Kellergeschoss erzeugen eigenen Strom und Wärme unter einer mächtigen, 50 Zentimeter dicken Betonplatte. Darüber werden auf zwei Etagen die Produkte des Unternehmens für den weltweiten Versand vorbereitet.

Auslöser des Höhenflugs ist ein neues Verfahren für die Zelltherapie bei Krebspatienten, das Miltenyi entwickelt hat. Bei dieser Therapieform töten genetisch veränderte T-Zellen der Immunabwehr Krebszellen ab. Mit Hilfe der Miltenyi-Technik lassen sich diese Zellen automatisch herstellen.

„Das ist auch direkt in der Klinik beim Patienten möglich“, sagt Firmensprecher Holger Bülow. Hier sei man der Konkurrenz ein paar Schritte voraus. Zurzeit wird das Verfahren im Kampf gegen Leukämie eingesetzt. Miltenyi geht davon aus, das bald weitere Krebsarten folgen werden.

Der Automat, der die für jeden Patienten individuell veränderten Krebskillerzellen herstellt, heißt Prodigy. Er ist etwa so groß wie ein Bürodrucker, kostet rund eine Viertelmillion Euro und wird in Teterow produziert – ebenso das Ausgangsmaterial für die Killerzellen, die sogenannten Vektoren.

Der Prodigy-Automat wird sowohl in kleineren Krankenhäuser als auch in großen Forschungseinrichtungen eingesetzt, die kleine Maschinenparks mit einem Dutzend oder mehr Geräten betreiben. Der mit Abstand größte Absatzmarkt vor Europa sind die USA.

In der Nähe von Washington D. C. und in Kalifornien betreibt Miltenyi zwei seiner insgesamt 28 Dependancen. Mehr als 3000 Beschäftigte zählte das Unternehmen nach eigenen Angaben weltweit, 460 davon arbeiten in Teterow, mindestens 500 sollen es in absehbarer Zeit werden.

Quelle: Ostsee Zeitung Ausgabe 22.09.2020

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